Ein Whats App Video zum Thema Plastikmüll, welches ich vor kurzem bekam, hat mir klar gemacht, wie schlimm mittlerweile die Auswüchse von Plastikmüll in unseren Weltmeeren sind und dass dadurch nicht nur unsere Umwelt allen voran Tiere sondern auch wir Menschen darunter leiden. Und das wir unbedingt handeln und etwas dagegen unternehmen müssen. Deswegen habe ich mal recherchiert, wie man am besten Plastikmüll vermeidet. Die Ergebnisse gebe ich hier wieder.

Kampf dem Plastikmüll

Kampf dem Plastikmüll

Wo und wie kann ich Plastikmüll vermeiden? Hier mein Praxistest.

  1. Beim Einkaufen
  2. Arbeit
  3. Im Bad
  4. Wäsche waschen
  5. Zuhause

Zu 1.: Beim Einkaufen

Verwende einfach eine Stofftasche statt einer Plastiktüte. Das schont die Umwelt und spart dir zudem Geld für die Plastiktüte. Pro Jahr und Kopf werden in Deutschland 76 Plastiktüten verbraucht, was über sechs Milliarden Tüten entspricht. Im Durchschnitt nutzen wir eine Plastiktüte nur 25 Minuten. Kaufe Getränke, Säfte, Milch und Joghurt in Pfandflaschen aus Glas. Ein Joghurtbecher benötigt in etwa 500 Jahre bis er zersetzt ist. Nutze für Obst und Gemüse Netze oder Beutel. Akzeptiert wird das z.B. am Wochenmarkt, in bestimmten Supermärkten (https://de.whales.org/sites/default/files/verpackungsfreie-supermaerkte-oktober-2018.pdf). Ein weitere Möglichkeit ist es sich liefern zu lassen wie z.B. die Ökokiste in München (https://www.isarland.de/).

Zu 2.: Arbeit

Ich habe die Möglichkeit im Büro einen Kaffeevollautomaten und Wasserkocher zu nutzen, deswegen komme ich gar nicht in Versuchung Kaffee zum Mitnehmen aus dem Plastikbecher zu kaufen. Zudem trinke ich Leitungswasser. Alternativ kannst du auch von zuhause Kaffee/Tee in einer Thermoskanne aus Edelstahl (nicht Plastik!) mitnehmen. Wer sich Essen zur Arbeit mitnehmen will, kann Salate und Suppen beispielsweise in Gläser tun. Ein Kollege nutzt eine Metalldose für sein Pausenbrot. Ich gebe zu, dass dies gewöhnungsbedürftig ist, aber früher war das schließlich auch normal.

Zu 3.: Im Bad

Derzeit nutze ich noch Rasierklingen aus einer Plastikverpackung für meine Nassrasur. Wenn diese aufgebraucht sind, steige ich auf Trockenrasierer um. Nicht optimal für die Rasur, aber besser verträglich für die Umwelt und ich kann damit leben, dass die Rasur nicht ganz so gründlich ist. Auch Duschgel nutze ich derzeit noch aus einer Plastikverpackung. Demnächst teste ich mich aber an Duschgel in fester Verpackung. Sobald ich mehr weiß, werde ich davon berichten. Übrigens, Seife gibt es natürlich auch in fester Form in Papier eingewickelt. Für Frauen noch ein Hinweis: Gesichtspeelings sollte man besser meiden, denn mit nur einer Dosis Gesichtspeeling landen angeblich 100.000 Mikroplastikteilchen im Abwasser. Die bessere Wahl seien hier natürliche Alternativen wie Zucker-Olivenöl-Peelings. Sobald es meine Frau ausprobiert hat, kann ich davon berichten.

Zu 4.: Wäsche waschen

Mir ist bewusst, dass bei jeden Waschgang Mikroplastik ins Abwasser gelangt. Hier kann man sich als Familie nur einschränken. Wir versuchen mehr Waschpulver aus dem Karton statt Flüssigwaschmittel aus dem Plastikbehälter zu nutzen und insgesamt weniger zu waschen, was aber bei einer 5jährigen Tochter nicht ganz einfach ist.

Zu 5.: Zuhause

Wenn die Plastik-Strohhalme aufgebraucht sind, kaufen wir keine Neuen mehr nach. Unsere Tochter wird davon nicht begeistert sein, aber da muss sie dann eben durch. Ich kaufe dann kompostierbare Trinkhalme aus Papier.
Weiter trinken wir Leitungswasser. Ich werde mir noch einen Soda Stream kaufen, damit ich das Ganze mit Kohlensäure anreichere. Ansonsten werden wir versuchen unsere Plastikbehälter für Essen gegen Glas- und Metallbehälter auszutauschen, wenn die Anderen eben kaputt gegangen sind.

Interessantes Video zum Thema:

Fazit:

Richtig schwierig ist es bei Verpackungen für Nudeln, Süßigkeiten oder auch Müsli oder gemahlenen Mandeln – da verstehe ich überhaupt nicht warum das nicht in Papier verpackt ist – Mehl und Zucker ist das schließlich auch.

Mir ist klar, dass es fast unmöglich ist auf Plastik komplett zu verzichten, selbst wenn man das will. Aber schon mit kleinen Schritten kann ich die Menge an Plastikmüll verringern und ein Signal als Konsument an die Industrie aussenden – nämlich, dass ich Plastikverpackungen in dem Ausmaß nicht für gut befinde und ich diese nur dann nachfrage, wenn es nicht anders geht. Vielleicht konnte ich euch davon überzeugen auch mitzumachen und Plastikmüll weitestgehend zu vermeiden.

Feedback:

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Über weitere Tipps zur Plastikmüllvermeidung freue ich mich!

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Interessante Petitionen – hier lohnt es sich mitzumachen und digital zu unterschreiben:

  • https://de.whales.org/kampagnen/kleiner-delfin-in-grosser-not
  • https://www.change.org/p/angela-merkel-cdu-unsere-ozeane-sind-keine-m%C3%BCllkippe-frau-merkel-stoppen-sie-diesen-irrsinn?source_location=topic_page

Quellen:

  • https://de.whales.org/themen/plastikmuell-meer
  • https://www.presseportal.de/pm/58603/3938402
  • https://de.whales.org/hannes-jaenicke-unterstuetzt-wdc-kampagne-gegen-plastik
  • https://www.cleanenergy-project.de/gesellschaft/green-celebrities/schauspieler-hannes-jaenicke-im-kampf-gegen-plastik/