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Traumreise – Kreuzfahrt Karibik und Mexiko Teil 1 von 2

Nach fast 6 Monaten ununterbrochenem Arbeiten (Probezeit) haben wir eine Karibik – Mexiko Kreuzfahrt mit der Aida Luna gemacht. Was wir hier erlebt haben, erfahrt ihr in zwei Teilen. Teil 1 umfasst Jamaika, Grand Turk Island und Dominikanische Republik. Teil 2 umfasst Jamaika, Roatán, Belize und Mexiko.

Blick aufs Meer - Sonne - Balkonkabine
Blick aufs Meer – Sonne – Balkonkabine

Erstmals haben wir ein Taxi zum Flughafen und wieder zurück genutzt. Wir wurden direkt zum Terminal gebracht. Anschließend gaben wir entspannt die Koffer auf und gingen locker durch den Security-Check. Wir hatten zudem die Sitzplätze im Voraus gebucht, was natürlich sehr komfortabel war.

Mit zwei Stunden Verspätung startete unser Flieger von München nach Montego Bay (Jamaika). Grund war, dass das Flugzeug enteist werden musste und München anscheinend nur über eine Enteisungsanlage verfügt, was ich mir aber schwer vorstellen kann bei der Größe des Flughafens. Egal, Sicherheit geht vor! Als Wiedergutmachungsmaßname haben wir ein Glas Wasser extra zu trinken im Airbus 330 bekommen.

Der Flug mit unserer fünfjährigen Tochter war überhaupt kein Thema. Nur einmal mussten wir sie bändigen, was aber bei 11 Stunden Flug plus 2 Stunden Verspätung, d.h. 13 Stunden Aufenthalt im Flieger nicht schlimm ist. Das Entertainment-Programm von Eurowings ist gar nicht schlecht. So hat unsere Tochter beispielsweise Rabe Socke gesehen und noch ein Hörspiel angehört, der Papa hat den spannenden Kinofilm „Steh nicht auf“ angesehen. Selbst hatten wir für die Kleine einen MP3-Player mitgenommen bestückt mit Benjamin Blümchen, Rabe Socke, Conni und Einschlafhörprogramme. Zudem bekam sie einen AIDA-Spielbeutel von der Stewardess. Darin enthalten waren u.a. ein Verschiebepuzzle und ein Knotenbuch. Da es ein Charterflug war, wartete die AIDA Luna auf uns. Wir kamen ca. 19:30 Uhr Ortszeit an, d.h. 1:30 Uhr (nächster Tag) deutscher Zeit.

Im Flieger mussten wir noch 2 Zettel (auf Englisch) wegen Einreise nach Jamaika ausfüllen. Gleiches bei der Abreise. Ist nicht schwierig nur ein wenig nervig. Aber das nehme ich gerne in Kauf, bei einer solch genialen Kreuzfahrt.

Tipp beim Boarding

Boarding geht für Familien mit Kleinkindern schneller, da sie manchmal zusammen mit den Business-Class Menschen passieren dürfen. Reserviert Plätze im Voraus (bei einem Langstreckenflug) auch wenn das mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Manche Fluglinien machen die Sitzplatzreservierung bei Kleinkindern ohne Aufpreis – leider nicht bei Eurowings.

Transfer zum Schiff

Der Shuttle Bus Transfer zum Schiff Aida Luna war toll gemacht. Im Bus lief ein Bob Marley Musik Video. Dadurch wurden wir alle schon mal positiv auf Jamaika eingestimmt. Das Einchecken auf dem Schiff ging auch problemlos, obwohl die ein Systemproblem hatten. Wir wurden herzlich empfangen inklusive Begrüßungsdrink. Von jeder Person wurde ein Foto gemacht und es gab pro Person eine Bordkarte mit der man überall auf dem Schiff bezahlen konnte. Anschließend hatten wir eine Seenotrettungsübung und dann gab es noch ein leckeres Abendessen und dann kam der wohlverdiente Schlaf (22:30 Uhr Ortszeit, 4:30 Uhr deutscher Zeit).

Aida Luna - Grand Turk - Karibik
Aida Luna – Grand Turk – Karibik

Empfehlenswertes Equipment für ein fünfjähriges Kind

  • Malsachen
  • Kuscheltiere
  • Hörspiele
  • Bücher z.B. Pixi
  • DVDs (Eltern sollten ihr Notebook mit integrierten oder externen DVD-Player dabei haben)
  • Spiele
  • Badesachen
  • Schwimmbrille/Taucherbrille mit Schnorchel
  • Feste Badeschuhe
  • Flip Flops
  • Immer Snacks und Getränke parat haben

Hier mal unsere Route im Überblick:

Tag Land/Insel Hafen
16.12.2018 Jamaika Montego Bay
17.12.2018 Seetag: Erholung auf See
18.12.2018 Grand Turk Cockburn Town
19.12.2018 Dominikanische Republik Puerto Plata / Amber Cove
20.12.2018 Seetag: Erholung auf See
21.12.2018 Jamaika Ocho Rios
22.12.2018 Jamaika Montego Bay
23.12.2018 Seetag: Erholung auf See
24.12.2018 Roatán Mahogany Bay
25.12.2018 Belize Belize City
26.12.2018 Mexiko Cozumel
27.12.2018 Mexiko Progreso (Merida)
28.12.2018 Seetag: Erholung auf See
29.12.2018 Grand Cayman George Town
30.12.2018 Jamaika Montego Bay

Wie kann man sich eine Reise auf dem Schiff vorstellen?

Aida Luna von vorne
Aida Luna von vorne

Bevor man das Schiff betritt, muss man seine Hände desinfizieren, gleiches gilt für die Restaurants. Anschließend gibt’s einen Sicherheits-Check-In ähnlich wie Flughafen – nur viel schneller. Auf der AIDA Luna gibt es mehrere Restaurants (Marktrestaurant, Weite Welt, Bella Vista, Pizzeria) mit unterschiedlichen Themen wie z.B. Karibik, Afrika, Gala-Weihnacht-Abend etc. Es gibt auch eine Pizzeria, da gibt es auch Nudeln (wichtig für Kinder!). Pommes gab es in der ersten Woche gar keine, dafür Wedges. In der zweiten Woche wurden auch Pommes serviert. Wer noch Geld übrig hat, kann auch die kostenpflichtigen Restaurants wie Rossini, Sushi- und Steakhouse-Restaurant nutzen. Wie auch sonst in Club-/Hotelanlagen gibt es Animations- und Abendprogramm mit Musik von Abba oder auch Musicals z.B. Westside-Story oder Frozen, Artistik, Comedy, Tanzkurs, Kunstversteigerung, Zauberer und Offiziers-Cocktail-Mischen und natürlich ein Casino. Dort kann man neben dem klassischen Spielen natürlich auch Texas Holdem oder Ocean Poker spielen. Es gibt natürlich auch einen Wellness-Bereich, welchen wir in diesem Urlaub nicht genutzt haben. Bei einem Seetag nutzten wir meistens die Pools – Salz- und Süßwasser. All inclusive bezieht sich auf der AIDA auf die Restaurants und nur zu deren Öffnungszeiten. D.h. Drinks an der Pool-Bar muss man separat bezahlen. Kauft euch im Shop genügend Wasser. Alternativ kann man sich das Wasser für den gleichen Preis in die Kabine liefern lassen. Für die Kinder gibt’s einen Kids Club. Wir haben den Kids Club mehrfach genutzt, nicht weil wir unsere Tochter loswerden wollten, sondern weil sie selbst mit Kindern zusammen sein wollte und die tolle Sachen mit den Kindern angestellt haben wie z.B. Piratenhut, Rentiermaske basteln, den Kinofilm Peter Hase schauen. Außerdem hatten sie für einen Live-Auftritt geübt und dies dann allen Gästen gezeigt. Da gibt’s später ein Video dazu.

Ansonsten fährt man meistens die Nacht durch. Zusätzlich hatten wir auf dieser Kreuzfahrt vier Seetage.

Grand Turk Island – Cockburn Town

„Diese Insel (Grand Turk Island) ist mit ihren rund 18 Quadratkilometern etwas kleiner als die Nordseeinsel Amrum, besticht aber mit einer durchschnittlichen Temperatur von 28 Grad Celsius und rund 350 Tagen Sonnenschein pro Jahr!…“ (Quelle: AIDA Hafeninfos)

Endlich kann es losgehen. Wir sind an einen Strand unweit vom Schiff gegangen, weil wir alle noch vom „Jetleg“ geplagt waren. Das war ganz schön teuer 25$ für zwei Liegen mit Schirm für einen ganzen Tag, von dem wir nur 3 Stunden nutzten, da wir nachmittags noch einen Ausflug gebucht hatten. Im Nachgang hatten wir einen noch besseren Strand in die andere Richtung entdeckt. Ob wir da allerdings einen Platz bekommen hätten, steht in den Sternen. Übrigens, prinzipiell gilt: Preise aushandeln. Beim Verhandeln muss ich noch üben. Aber wie auch sonst im Leben gilt: Übung macht den Meister. Nachmittags machten wir eine richtig geile Tour „Schwimmen mit Rochen von Gibbs Cay“. Der Ausflug war ein Volltreffer. Wir fuhren mit dem Schiff zu einem Cay, genauer gesagt Gibbs Cay, einer von Menschen unbewohnten kleinen Insel. Meine Frau und Tochter hielten einen Rochen und küssten diesen. Aber sieht selbst.

Im Anschluss lernte unsere Tochter noch das Schnorcheln. Ach so unsere Tochter hat bereits das Seepferdchen und das Piratenabzeichen und ist eine absolute Wasserratte, nur deswegen haben wir auch diese Tour gebucht. Das Mindestalter für den Ausflug war fünf Jahre. Zu Beginn der Tour hatten wir böse Blicke geerntet wegen dem Kind – war das Einzige auf dem Boot. Als die Menschen aber sahen, wie toll da unsere Tochter mitmacht, waren sie eines Besseren belehrt 😊 und spätestens auf der Rückfahrt mit Reggae-Musik und Rumpuntsch sah die Welt ganz anders aus.

Jan trinkt Rumpuntsch
Jan trinkt Rumpuntsch

Dominikanische Republik – Strand und Puerto Plata

Der Hafen, den wir ansteuerten war Amber Cove, ca. 10 Kilometer von Puerto Plata entfernt.

„…In der Hafenstadt (Puerto Plata) leben heute rund 160.000 Einwohner. Ihre Vorfahren stammen vor allem von afrikanischen Sklaven sowie spanischen und anderen europäischen Einwanderern ab…“ (Quelle: AIDA Hafeninfos)

Cabarete - Dominikanische Republik nahe Sosua - ca. 1 Stunde 15 Minuten von Puerto Plata
Cabarete – Dominikanische Republik

Unser Ausflug startete etwas verspätet, weil wir nicht vom Schiff durften, solange parallel ein Schiff neben uns anlegte. Es ging um ca. 8:15 Uhr Ortszeit los. Wir fuhren mit dem Bus ca. 1 Stunde 15 Minuten nach Cabarete nicht unweit von Sosua, wo vorwiegend von den Nazis geflüchtete Juden und deren Nachkommen wohnen. Der Strand in Cabarete war ein Traum. Wir hatten einen sehr wenig benutzten, feinsandigen Strandabschnitt. Unsere Tochter war von den tollen Wellengängen angetan und zudem baute sie fleißig Sandburgen. Das inkludierte Mittagessen Hähnchen mit roten Bohnen und Reis war echt lecker. Anschließend fuhren wir wieder mit dem Bus nach Puerto Plata – 1 Stunde Aufenthalt – wir besuchten eine Kathedrale, Souvenirshop und Supermarkt. Lustig waren die Weihnachtsdekoratioen am Marktplatz. Hier mal paar Beispiele:

Weihnachtsbaum in Puerto Plata - Dominikanische Republik
Weihnachtsbaum in Puerto Plata – Dominikanische Republi

Rentiere in Puerto Plata - Dominikanische Republik
Rentiere in Puerto Plata – Dominikanische Republik
Weihnachtskrippe in Puerto Plata - Dominikanische Republik
Weihnachtskrippe in Puerto Plata – Dominikanische Republik

Nach einem erholsamen Seetag auf der Aida Luna ging es weiter nach Ocho Rios, Jamaika.

Ocho Rios, Jamaika – Dunn´s River Falls & Strand VIP

„Jamaika ist die drittgrößte Insel der Karibik. Der Name ist eine Ableitung von „Xaymaca“, einem Wort der Arawak-Indianer, das so viel wie Land des Wassers und Waldes bedeutet…“ (Quelle: AIDA Hafeninfos)

Per Bus fuhren wir 10 Minuten zu den berühmten Wasserfällen „Dunn´s River Falls“. Wir legten einen Zwischenstopp ein und kauften uns noch feste Badeschuhe (in Jamaika-Farben) für 10$, was Pflicht war für die Wasserfälle wegen Rutschgefahr. Nach dem Einschließen des Gepäcks ging es mit dem Guide los. Wir gingen runter zum Strand und dann kletterten wir fast 1000 Meter hoch entlang der Wasserfälle. Das war echt genial und machte einen Riesenspaß. Kurz vor dem Ende brachen wir aber ab, da es unserer Tochter zu kalt wurde. Dann zogen wir uns wieder um, da wir patsch nass waren. Aber seht selbst.

Dunn´s River Falls nahe Ocho Rios auf Jamaika
Dunn´s River Falls nahe Ocho Rios auf Jamaika

Anschließend fuhren wir zum Strand. Der VIP Strand war ein extra abgeschlossener Bereich. Wir wurden mit sehr lautem Reggae Sound empfangen. Da aber zwei amerikanische Reisegruppen bereits vor Ort waren, hat es ein wenig gedauert bis wir drei Liegen hatten. Dann ging es sofort ins Wasser und unsere Tochter hatte wieder viel Spaß. Sie baute wie auch schon in der Dominikanischen Republik eine Sandburg. Wir hatten Wasser, Cocktails (Cuba Libre und Curacao) und Pepsi und Vorspeisen (Brot und Art Frühlingsrollen mit Hähnchenteilen) und eine Hauptspeise (Hähnchen, Riesengarnele, Art Kartoffelbrei und gebackene Bananen). Leider regnete es beim Servieren des Hauptganges. Dadurch ging es dann wieder per Bus schnell zum Schiff zurück.

VIP Strand nahe Ocho Rios auf Jamaika
VIP Strand nahe Ocho Rios auf Jamaika

Von Ocho Rios, Jamaika ging es nach Montego Bay, Jamaika – ein Katzensprung.

Montego Bay, Jamaika

„Jamaika liegt innerhalb der Gruppe der Großen Antillen, südlich von Kuba und westlich der Insel Hispaniola, die sich Haiti und die Dominikanische Republik teilen…Montego Bay hat ca. 83.000 Einwohner…“ (Quelle: AIDA Hafeninfos)

Eigentlich wollten wir in Montego Bay Katamaran fahren und Schnorcheln. Aber auf Grund des angekündigten schlechten Wetters wurde unser Ausflug einen Abend vorher storniert. Unsere Tochter verbrachte von 10 bis 12:30 Uhr und 16 bis 17:45 Uhr an diesem Tag im Kids Club. Die zweite Zeit des Kids Club nutzten wir für ein Taxi mitten in die City. Wegen Stau blieben uns dann noch 10 Minuten, um das Stadtzentrum zu fotografieren, weil wir ja um 17:45 Uhr unsere Tochter aus dem Kids Club wieder abholen mussten. Ich kam mir wie in dem Film Stirb Langsam vor, als Bruce Willis und Samuel L. Jackson in Harlem sind und Bruce Willis nackt ein Schild hochhält „I hate Niggers“. Um uns herum waren nur Schwarze und mitten drin wir – ein weißes Paar. Ich muss ehrlich zugeben mir war etwas mulmig zumute. Aber das war überhaupt kein Problem. Willi der Taxifahrer beruhigte uns und meinte, dass auf Grund Weihnachten so viele Menschen unterwegs sind. Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin absolut kein Rassist, aber es war für mich eben ungewohnt in der völligen Minderheit zu sein und von allen angeschaut zu werden. Wenigstens verstehe ich jetzt besser wie Schwarze sich in Deutschland fühlen. Meine Frau hat während des Studiums ein Jahr in China gelebt und so eine ähnliche Situation – nur eben allein unter Chinesen – schon erlebt und blieb völlig entspannt.

Weihnachtstrubel in Monetgo Bay auf Jamaika
Weihnachtstrubel in Montego Bay auf Jamaika

Nach einem erholsamen Seetag ging es weiter nach Roatán kurz vor der Küste Honduras in Mittelamerika.

Ende Teil 1 – Fortsetzung folgt!

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