Die harte Droge Zucker

Zucker und Fettleibigkeit - Fotoquelle: JumpStory.com - ID: 075538
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Ich habe mir übers lange Wochenende zwei mich wachrüttelnde Dokumentationen über Fettleibigkeit weltweit und Zucker in Getränken und Lebensmitteln angesehen. Nach dem Anschauen war ich schockiert. Wissenschaftler hatten Experimente mit Ratten gemacht und fanden heraus, dass Zucker ähnlich einer harten Droge ist, denn wenn sich der Körper erst mal daran gewöhnt hat, muss die Dosis (Zucker) immer wieder gesteigert werden, um weiterhin Glücksgefühle zu bekommen.

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Zucker und Fettleibigkeit weltweit

Die erste Dokumentation heißt: „Dick, dicker, fettes Geld“ und diese gibt es bei ARTE in der Mediathek.

Mediziner sprechen von einer Zeitbombe: Bis 2030 ist die Hälfte der Weltbevölkerung übergewichtig oder fettleibig. Adipositas sorgt für einen rasanten Anstieg von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs – und wird zum schwersten Gesundheitsproblem weltweit. Doch überall wehren sich Menschen gegen dieses Schicksal und versuchen, die Kontrolle über ihre Körper zurückzugewinnen…

Quelle: https://www.arte.tv/de/videos/083970-000-A/dick-dicker-fettes-geld/

Die zweite Dokumentation heißt: „Unser Hirn ist, was es isst“. Diese gibt’s bei Amazon Prime zu sehen.

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Zucker – ein harte Droge! – Screenshot: Amazon.de

Zucker, Fettleibigkeit und zwei Dokus dazu

Die harte Droge Zucker - Fotoquelle: JumpStory.com - ID: 075731
Die harte Droge Zucker – Fotoquelle: JumpStory.com – ID: 075731

Beide Dokumentationen sind sehr gut recherchiert und aufbereitet. Es kommen in jeder Dokumentation ausreichend Wissenschaftler zu Wort und erklären ihre Forschungsarbeit, so dass es auch ein Laie versteht. Auch werden Parallelen zum Verhalten der Tabakindustrie zur Lebensmittelindustrie aufgezeigt und was die Politiker gegen Fettleibigkeit und Zucker in den jeweiligen Ländern unternehmen oder auch nicht. Ich rate euch dringend dazu, sich diese Dokus anzusehen, denn die Aha-Erlebnisse sind häufig und wie bereits erwähnt erschreckend.

Zucker ist ein Teufelszeug – was ich mitgenommen habe?

Wenn man auf Süßgetränke weitestgehend verzichtet und auch versucht industriell gefertigte Nahrung wie z.B. Pizza, Cornflakes, Fertiggerichte stark einschränkt, hat man schon die halbe Miete. Dann kommt natürlich noch ausreichend Bewegung und Sport hinzu. Das Problem ist allerdings, dass dies gar nicht so leicht umzusetzen ist. Geht einfach mal in den Supermarkt eurer Wahl und ihr werdet erschlagen mit industriell gefertigter Nahrung, die sehr ungesund ist. Deswegen ist es natürlich am besten, wenn ihr selbst kocht, denn dann habt ihr mehr Kontrolle darüber, was drin ist.

Zucker Problematik – wie lösen wir das?

Zucker das Teufelszeug - Fotoquelle: JumpStory.com - ID: 075951
Zucker das Teufelszeug – Fotoquelle: JumpStory.com – ID: 075951

Wir machen die Pizza selbst z.B. am Wochenende. Wem das zu aufwendig ist, kann auch fertigen Pizzateig kaufen. Ist immerhin besser als Fertigpizza.
Wir haben zudem ein Abonnement für die Ökokiste und bekommen alle 2 Wochen Obst und Gemüse aus der Region geliefert. Zudem habe ich mir einen Sodastream gekauft und trinke eben Leitungswasser statt Limonade. Auch versuchen wir auf Cola, Mezzo-Mix, Fanta, Sprite und Säfte etc. weitestgehend zu verzichten.

Anti Zucker Tipps

Süßigkeiten essen wir fast immer nur noch am Wochenende. Natürlich vermeiden wir dann aber, dass nachzuholen, was wir unter der Woche versäumt haben. Ich gebe zu beim Fleisch ist es schon schwieriger. Ab sofort verzichten wir beim Grillen auf mariniertes Fleisch und marinieren selbst. Bei den Grillsaucen bevorzugen wir solche, die wenig Zucker enthalten oder stellen diese selbst her. Bei Brot und Semmeln setzen wir immer häufiger auf Dinkel oder zumindest weniger auf Weizen.

Zucker und Fettleibigkeit – mein Fazit

Mir wurde durch das Ansehen der Dokus sehr schnell klar, warum es so verdammt schwer ist, abzunehmen, selbst wenn man sich ausreichend bewegt und auch auf Süßigkeiten weitestgehend verzichtet. Das Problem ist vor allem industriell gefertigte Nahrung, die voll ist mit Fetten, Salzen, Zucker und schlechten Kohlenhydraten. Sogar im Schinken ist neben dem meistens zu vielem Salz auch Zucker drin. Auch sollte man sich nicht verrückt machen lassen, aber es lohnt sich sein Essensverhalten und vor allem -einkaufen zu hinterfragen. Ich schließe mich dabei nicht aus! Andererseits muss es natürlich auch Ausnahmen geben, nur sollten diese eben nicht zur Regel werden.

Gib mir Zucker – Feedback gefragt!

Die harte Droge Zucker - Fotoquelle: JumpStory.com - ID: 080144
Die harte Droge Zucker – Fotoquelle: JumpStory.com – ID: 080144

Und schon die Dokus gesehen oder auf andere Weise informiert? Kannst du mir Tipps zum dauerhaften Abnehmen geben? Wie findest du die Dokus? Wie ist dein persönliches Vorgehen beim Einkaufen/Konsumieren von Essen, Getränken und Süßigkeiten? Unternimmt die Politik genug, um vor ungesundem Essen und Getränken zu schützen? Wenn dir der Artikel gefällt, dann teile diesen auch in den sozialen Netzwerken. Vielen Dank!

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Über den Autor

Ich bin ein waschechter Mittelfranke und komme ursprünglich aus Nürnberg. Seit 2008 lebe und arbeite ich in München. Meine Frau, Tochter und ich fühlen uns sehr wohl in München. Außerdem hat man es nicht weit zu den Bergen und Seen.

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Otmar Reichenbach Antwort

Knapp zusammengefasst und einladend, sich die Dokumentationen anzusehen. Um den Körper und das Verhalten dauerhaft umzustellen bedarf es regelmäßigen Trainings. Ich empfehle 1-2 mal pro Woche Intervallfasten. Das trainiert das Sättigungsempfinden. Nach den 16 Stunden Fasten stellt sich meist eine angenehme gute Stimmung ein. Jetzt die erste Mahlzeit mit Genuss, langsam mit viel Kauen zu sich nehmen. Besser sich mit Erfolgen nach solchen Herausforderungen belohnen, als krampfhaft zu verbieten. Eine weitere Regel: Alkohol unterminiert die Selbstdisziplin. Nur 1* pro Woche geringe Mengen genießen. Täglich 10000 Schritte gehen und 2 mal pro Woche 30 bis 90 min joggen. Und keine Kohlehydrate nach 17:00. Alles zusammen ist schwer durchzuhalten aber lohnt sich.

    Jan Reichenbach Antwort

    Vielen Dank für die Tipps! Mal sehen, wie schnell ich das umsetzen kann.

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