Minimalismus angewandt

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Herzlich willkommen zur 3. Podcast Folge Staffel 2 auf JanReichenbach.de!

Heute geht es um Minimalismus. Was ist das? Und wie kann ich es für mein eigenes Leben nutzen? Und natürlich gibt es wie immer jede Menge Tipps und Tricks und Praxisbeispiele.

Definition Minimalismus von NeuesWort.de

Minimalismus (der) ist die Beschränkung auf das Nötigste und das Wesentliche. Speziell in bildender Kunst, Architektur und Musik beschreibt der Begriff eine Reduktion auf möglichst wenige Elemente und den Verzicht auf schmückendes Beiwerk. Inzwischen kann der Begriff auch in anderem Kontext verwendet werden.

Der Ausdruck geht zurück auf das lateinische minimus (das Geringste).

Quelle: https://neueswort.de/minimalismus/#wbounce-modal

Persönliche Definition von Minimalismus

Meine persönliche Definition meint: Weniger ist Mehr. Und das Ganze hat nichts mit Armut zu tun, sondern eben mit bewusstem Konsum und Konsumverzicht. Statt auf Quantität zu setzen, setze ich auf Qualität. So frage ich mich ab sofort auch immer, ob dieser Kauf wirklich notwendig ist und welchen Nutzen ich davon habe, welche Ressourcen werden dadurch verbraucht, wenn ich es denn kaufe und rechtfertigt das meinen Geldeinsatz. Oder kann ich das Ganze auch reparieren und/oder auch gebraucht bekommen, wenn ich es den unbedingt will. Und zu guter Letzt überlege ich mir dann, was ich dafür wieder aussortieren kann. Natürlich klappt das nicht immer!

Minimalismus angewandt - Fotoquelle: JumpStory.com - ID135228
Minimalismus angewandt - Fotoquelle: JumpStory.com - ID135228

Minimalismus Tipp

Dinge, die du jetzt haben willst, schreibst du einfach auf eine Liste. Wenn du das Ding/Dinge nach 30 Tagen immer noch willst, dann kaufe es/sie! Ansonsten eben nicht. Dann sparst du Geld, Ressourcen, Zeit und Nerven.

Mit Minimalismus Ressourcen schonen

Auch geht es mir persönlich darum Ressourcen, d.h. die Umwelt zu schonen, denn Ressourcen sind endlich auch wenn euch manche Menschen erzählen sie sind unendlich, um euch Dinge zu verkaufen, die ihr nicht braucht.

Ich bin kein Minimalismus Fanatiker!

Aber bitte nicht falsch verstehen. Ich bin kein Minimalismus-Fanatiker! Ich lebe auch nicht in einem Tiny House und besitze nur noch 100 Dinge, auch wenn ich das sehr spannend finde.

Ich bin kein Minimalismus Heuchler!

Okay, jetzt denkt ihr vielleicht ich bin ein Heuchler und greife einfach ein Thema auf, was im Trend liegt. Es ist richtig, dass das Thema Minimalismus im Trend ist. Und ich greife das Thema auf, weil ich es sehr gut finde und selbst in Ansätzen anwende und hoffe, dass ich damit viele Menschen dafür begeistern kann. Ich nutze den Minimalismus vor allem dafür, um meiner Kaufsucht und Konsumwahn Herr zu werden. Und ich kann euch sagen es funktioniert meistens sehr gut!

Wie bin ich auf das Minimalismus Thema gestoßen?

Das ist gar nicht so einfach zu rekapitulieren. Aber ich habe mit einer Arbeitskollegin darüber gesprochen, die sich schon längere Zeit mit Minimalismus beschäftigt. Dann habe ich von Tiny Houses gehört, einige Dokus in der ARD und ZDF Mediathek gesehen und Bücher zum Minimalismus gelesen. Übrigens, die Buch- und Dokumentationstipps findet ihr in meinen Shownotes auf JanReichenbach.de.

Was ich bisher gemacht habe, um den Minimalismus in meinen Alltag zu integrieren!

  • Bücher aussortiert und in einen Karton getanà diese aussortierten Bücher verschenke ich an Freunde, Bekannte und Bücherboxen, die in der Stadt München aufgestellt sind, wenn sie im gutem bis sehr guten Zustand sind. Ansonsten entsorge ich diese!
  • Abos gekündigt, die ich aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr nutze und benötige. Bei mir waren das z.B. ein Sport-Streaming-Dienst, Software-Abos und Hörbuch-Anbieter.
  • Automatische Verlängerungsservices bei Software, Produkten und Dienstleistungen deaktiviert. Wenn ich sie doch benötige, kann ich es ja wieder neu aktivieren.
  • Werbeprospekte und Newsletter abbestellt, um erst gar nicht mehr in die Versuchung zu geraten.
  • Diverse Produktseiten im Internet nicht mehr aufrufen oder nur noch einmal pro Monat. Ich war z.B. für Software- und Technik-Equipment-Anbieter sehr anfällig.
  • Bio-Lebensmittel und qualitativ hochwertige Produkte im Supermarkt kaufen

Wie kann man Minimalismus bei Kindern anwenden?

Ja, da halte ich mich sehr zurück. Denn schließlich soll meine Tochter ihr Leben so gestalten wie sie will und nicht wie ich es für richtig halte. Aber klar als Vater habe ich Verantwortung für sie und versuche ihr ein sehr gutes Vorbild zu sein. Und wer weiß, vielleicht findet sie die ein oder andere Idee und das Konzept das hinter Minimalismus steckt, gar nicht verkehrt.

So habe ich ihr beispielsweise einen Kinder-Flohmarkt schmackhaft gemacht. Jetzt überlegt sie schon mal welche Kuscheltiere und Spielsachen sie aussortieren will und eben auf dem Flohmarkt verkaufen könnte. Klar, davon kann sie sich dann auch was Neues kaufen.

Ich sehe das bei meiner Tochter sehr entspannt und gelassen mit dem Minimalismus und überhaupt mit dem Erziehungsstil. Meine Eltern haben mich beispielsweise anti-autoritär erzogen und ich habe dadurch keinen Schaden genommen – so wie ich meine 😊. Das war in den 70er und 80 er Jahren in Deutschland und weltweit nicht ungewöhnlich. Aber klar, alle Eltern wollen immer das Beste für ihre Kinder. Natürlich kann man sich über Erziehungsstile streiten.

Ich nutze als Vater eine Mischung aus beiden Welten, d.h. einen anti-autoritären und manchmal eben auch autoritären Erziehungsstil bei meiner Tochter – wann ich es eben für richtig empfinde! Ich finde es wichtig Grenzen aufzuzeigen und was man bereit ist zu dulden. Und an anderer Stelle setze ich bewusst auf Freiheit und Selbstbestimmung. Aber das ist ein anderes Thema, über das ich vielleicht mal an anderer Stelle podcasten werde!

Zurück zum Thema Minimalismus! Wie lange gibt es eigentlich schon Minimalismus und wo kommt das her?

Laut Energieleben.at ist das so!

Wenn man jetzt nur das 20. Jahrhundert betrachtet, kommt der Minimalismus schon in den 1960er Jahren in der Kunstszene das erste Mal vor. Hier bildete sich in den USA die sogenannte Minimal-Art Strömung heraus. Jene hat sich als Gegenbewegung zur gestischen Malerei des Abstrakten Expressionismus gebildet.

Aber auch in der Architektur ist Minimalismus als Stil vorhanden. Dort gab es in Deutschland den Bauhaus-Stil bereits in den 1920er Jahren. Hier verzichtete man u.a bewusst auf unnötige Dekorationen.

Quelle: https://www.energieleben.at/minimalismus-was-ist-das-eigentlich/

Und in der Gegenwart? Ist der Minimalismus eine Gegenreaktion zum Wohlstand bzw. Wohlstandsgeneration?

Hier nehme ich einfachbewusst.de als Quelle her!

Klar ist: Minimalismus entsteht im Wohlstand. Weniger besitzen und besessen werden, weniger Stress und weniger Erreichbarkeit sind Wünsche, die in einer Gesellschaft entstehen, die vom Überfluss geprägt ist.

Quelle: https://www.einfachbewusst.de/2020/06/minimalismus-luxus/

Was ist jetzt mein persönliches Fazit zum Thema und Konzept Minimalismus?

  • Ich nutze vom Minimalismus was mir taugt und wende das auf mein eigenes Leben an! Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
  • Ich bekomme dadurch meine Kaufsucht und Konsumwahn besser in den Griff. Wie ich das mache, habe ich euch aufgezeigt.
  • Ich spare dadurch Geld, Ressourcen, Zeit und Nerven, da ich bewusster und achtsamer durchs Leben und meine Umwelt gehe und mich auf das Wesentliche konzentriere.
  • Ich ändere mein Denken dahingehend, dass ich Dinge auch repariere oder reparieren lasse anstatt neu zu kaufen. So hat beispielsweise mein Vater für meine Tochter beim Verein Soziales Rad-Haus Hersbruck ein Fahrrad gebraucht gegen eine Geldspende erworben. Dieser Verein hat sich darauf spezialisiert kaputte Fahrräder von ehrenamtlichen Helfern reparieren zu lassen und an Menschen wie du und ich zu veräußern gegen eine Geld-Spende. Super Konzept wie ich finde! Und eben eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten und Ressourcen.
  • Minimalismus ist für mich ein toller Gegenentwurf zum Turbokapitalismus und Wohlstandswahn. Nochmals Minimalismus hat nichts mit Armut zu tun, sondern mit Weniger ist Mehr und Konzentration aufs Wesentliche im Leben.

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit!

Bitte abonniere meinen Podcast und schau auch regelmäßig auf JanReichenbach.de vorbei!

Bis zur nächsten Podcast-Episode und bleib vor allem auch gesund.

2 thoughts on “Minimalismus angewandt”

  1. Toller Podcast…ich handle ähnlich wie Du Jan…Ich denke wenn man nur den Minimalismus anwendet, lebt man sehr enthaltsam, daher nutze ich den Minimalismus nur teilweise …In diesem Sinne …
    Gruß Stefan

    Antworten
  2. Inhalt ist ansprechend, regt zum Nachdenken an und hilft, den eigenen Lebensstil zu
    überdenken. Gab mir Anregungen zum Ausmisten! Hätte etwas kürzer ausfallen können!

    Antworten

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